my brutalist website
 

Charakteristisch für meine "website" ist wohl:

  1. , dass es schwierig ist, einen Überblick über die vielen Einzeltexte herzustellen / zu erhalten bzw. diese Einzeltexte in den Textmassen zu finden, die sich in 20 Jahren aufgetürmt haben

(und ich habe nicht die mindeste Lust, mal auszusortieren: was interessiert mich mein Schnee von gestern?!).



"Die Bilder dürfen nicht geschont werden, sie müssen weg."
(Huldrych Zwingli)

die Hypertrophie der Bilder: "ein Bild sagt mehr als tausend Worte"

(und muss doch manchmal mit Worten erklärt werden, weil

[Filme hingegen sind manchmal zu flüchtig: da ist ein Bild schon vom nächsten verdrängt, bevor man es richtig ansehen konnte: Texte sind also langsamer als Bilder als Filme]).

Dass ich so viele Bilder verwende, sollte nicht verwundern, wo eines meiner zentralen Anliegen doch die ist

(und der Rest ist ).

Bilder haben bei mir zwei Funktionen:

(wenn ich etwa Newton nicht nur nenne, sondern auch zeige  , ihn damit also menschlich "nahbar" mache und dadurch die Physik schon latent auf ihre Geschichte hin öffne).

Diese zusätzliche Ebene kann dabei auch ironisch sein, indem ich etwa das gerade anstehende Thema nicht ganz mit mathematischer Strenge nehme:

Manchmal ist mein Bild-Einbau allerdings auch einfach nur assoziativ, und wer weiß schon, nach welcher Logik seine Assoziationen funktionieren?

(Meine großen Vorbilder bei der Illustration von Texten sind - nebenbei gesagt - die beiden Bücher von Klaus Theweleit, der es meines Wissens als erster gewagt hat, einen wissenschaftlichen Text

[soweit man die Psychoanalyse als Wissenschaft bezeichnen will; enorm wichtig war sie allemal]

mit vielen Bildern zu "illustrieren".

An Theweleits Büchern interessiert mich [im Hinblick auf meine eigenen Texte] aber nicht der Inhalt [Psychoanalyse der Männlichkeit], sondern allein die Form [Einbau von Bildern].)

  1. der Textaufbau aus
        1. xxx
          1. xxx
        1. xxx
      1. xxx
So kleinkariert sortiert denke ich nunmal

(oder genauer: so sieht der Prozess aus, um Ordnung in meine Gedanken zu bringen - und schreibend oftmals überhaupt erst auf [für mich] neue Gedanken zu kommen)
,

und ich schreibe eh nur für mich selbst

(alles andere wäre in der Anonymität des Internets auch Selbstbetrug).

Wenn aber die Inhalte anderen, denen ich sie per Internet zur Verfügung stelle, gefallen oder immerhin diskussionswürdig erscheinen, freut mich das natürlich.

  1. ein minimalistisches website-Design, für das es drei Gründe gibt:
    1. habe ich kaum Ahnung von der website-Sprache html und modernem Schnickschnack wie div-Containern, css, java-script usw.,
    1. habe ich auch keine Lust, mich mit sowas genauer zu beschäftigen

(mir kann für die anderthalb Effekte, die ich brauche, ja z.B. auch ein Bildbearbeitungsprogramm gar nicht idiotensicher genug sein),

    1. und vor allem möchte ich mich nicht vom Inhalt ablenken lassen

(Effekte interessieren mich nur, wenn sie mathematikdidaktisch notwendig sind):

heutzutage

(Vorsicht, !)

wird doch allzu oft Inhalt durch "geile" Technik und special effects ersetzt.

Ich schlag' mir aber auf die Schenkel, dass mein website-Design jetzt (2016) sogar plötzlich topmodern ist

(wenn man einfach stur immer dasselbe tut

[seinen eigenen Stil hat]




,

ist man ca. alle 20 Jahre

[und zwar mit immer einer anderen Sache]

Vorreiter der neuesten Mode):


(... wobei mir "younger generation" natürlich arg schmeichelt)

PS:

"Der Ursprung der Bezeichnung [»Brutalismus«] liegt unter anderem im französischen Begriff béton brut ('roher Beton‘), der auf ein wesentliches Definitionsmerkmal des Stils verweist, nämlich die Materialsichtigkeit des Baus."
(Quelle: ):


(Wallfahrtskirche in Neviges)

(Dabei ist "Materialsichtigkeit" allemal ein herrliches Wort, das zudem gut zu meinem meinem materiellen Ansatz  passt. Vgl. )

 

PPS: Die Speerspitze des jeweils modernen Web-Designs war schon immer . Und siehe da: seit dem 6.9.2016
  • sind die -Seiten (abgesehen von Bildern) genauso schnöde weiß wie meine Internetseiten ("Reduktion auf das Wesentliche") und
  • ist das -Menü immer genauso sichtbar wie auf meinen Internetseiten: