"In diesen Tagen ist wieder viel von Bildung die Rede, obwohl die in den meisten Fällen gar nicht gemeint ist. Die Experten aus den Instituten für die phantasielose Überwachung des Lernens sorgen sich ja nicht über die Zahl der Menschen, die sich gebildet über Goethe und Einstein unterhalten können. Ihnen geht es nicht um Bildung, sondern um weniger, nämlich um Ausbildung [...]"
(Ernst Peter Fischer)

Bild "Kluge Bildungspolitik wäre [...] Klimapolitik für die Schulen [...]. Die Angst und die Entfremdung nehmen! Vertrauen schaffen! Dann ließen sich gute Pisa-Ergebnisse eigentlich gar nicht vermeiden."
(Reinhard Kahl)
  "Der Umgang mit den Lehrern ist der Sündenfall der Bildungspolitik schlechthin."
(Christian Füller)

"Es ist das Schicksal des Volkes, welche Lehrer es hervorbringt und wie es seine Lehrer achtet."
(Karl Jaspers)

"[...] das Bildungssystem [legt] allzu großen Wert auf das [...], was bekannt ist, und zu wenig auf das Unbekannte oder auch Unerkennbare. [...] [es vermittelt] eine völlig in sich geschlossene, widerspruchsfreie Sicht auf die Wirklichkeit [...]."
(Ralph Gomory)

"[...] eine der wirklich wichtigen Erkenntnisse, die man auf der Uni gewinnt, ist der Umstand, daß viele Dinge, die man in Lehrbüchern lernt, eigentlich gar nicht stimmen."
(Alan Boss)

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"Schule [zu lateinisch schola, aus griechisch schole »Freisein von Geschäften«]"
(Der Brockhaus in Text und Bild Edition 2002)

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"Die Festschreibung einiger (notwendigerweise spezieller) Inhalte als »allgemeinbildend« verkehrt den Sinn von Allgemeinbildung. Denn eine inhaltlich kanonisierte »allgemeine Bildung«, die erstrebt wird, um gebildet zu sein und um vor anderen gebildet zu erscheinen, deformiert die Bildung zum Statussymbol, ist ungehemmte Begierde, ist mithin ein Nichts."
(Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

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"Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als sich eure Schulweisheiten erträumen lassen."
(Shakespeare)

"Es will mir zwar niemand glauben, aber ich habe eine körperliche Allergie gegen bürokratischen Schwachsinn."
(João Magueijo)

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"Was ist besonders nötig, wenn man Wissen erlangen möchte? Aufmerksamkeit und Nachdenken. Man muss genau Acht geben auf das, was man sieht, hört und liest, und es dann beurteilen."
( Søren Georg Abel, Vater des berühmten Mathematikers)

"Guter Schulunterricht [...] betonte die Lebensnotwendigkeit des Lernens so wenig wie möglich: »Non scholae, sed vitae discimus«, diese Zeile ist so ziemlich das Dümmste, was sich über ein Schultor schreiben lässt."
(Ulf von Rauchhaupt)

"Wir wundern uns, warum wir bei Pisa so hintendran sind. Dabei gibt es ein ganz einfaches Mittel, bei Pisa vorne zu sein: Nicht mehr ein Lehrer auf dreißig Schüler, sondern ein Lehrer auf fünfzehn Schüler. Wenn Sie sich die Skandinavier anschauen, dann besteht deren Erfolgsgeheimnis in kleinen Klassen. [...] Ich sage nicht, dass Geld allein Geist produziert. Aber man muss da einfach Ressourcen reinpumpen."
(Ernst-Wilhelm Händler)

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"Das es so wenig genis giebt, daran haben wohl die Schulanstalten und selbst die Regierung schuld. In der Schule herrscht ein Zwang, Mechanißmus, und ein Gängelwagen der Regeln. Das benimmt den Menschen offt alle Kühnheit selbst zu denken und verdierbt die genies."
(Immanuel Kant)

"[Es wäre] Eine kleine Sensation: Ein Lehrer, den man fragt, was er vom Bildungswesen hält. Wow."
(Frank McCourt)

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"…wenn Sie wirklich mal nicht anders können als zu disziplinieren, disziplinieren Sie Ihre Leistungsverweigerer und »blutleeren Jobrunterreißer« und nicht Ihre einzelkämpferischen Innovatoren!"
(Dr. Hermann Fußstetter ggb. Schulräten)

"Wie so viele andere Angehörige meiner Generation machte ich die Bekanntschaft [eines] Verführers in einem Klassenzimmer. Aus heiterem Himmel wurde uns die Photokopie eines Essays aus dem achtzehnten Jahrhundert in die Hand gedrückt, und wir unschuldigen Schüler hatten keine andere Wahl, als zu lesen: »Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!« So wurde die Jugend ausgerechnet in der Schule dazu angestiftet, sich auf die schwachen Kräfte ihres Geistes zu verlassen. [...] Ob unsere Lehrer wussten, was sie da taten?"
(Hannes Stein)

  "[...] unsre »höheren« Schulen sind allesamt auf die zweideutigste Mittelmäßigkeit eingerichtet, mit Lehrern, mit Lehrplänen, mit Lehrzielen. Und überall herrscht eine unanständige Hast, wie als ob etwas versäumt wäre, wenn der junge Mann mit dreiundzwanzig Jahren noch nicht »fertig« ist, noch nicht Antwort weiß auf die »Hauptfrage«: welchen Beruf? -- Eine höhere Art Mensch, mit Verlaub gesagt, liebt nicht »Berufe«, genau deshalb, weil sie sich berufen weiß... Sie hat Zeit, sie nimmt sich Zeit, die denkt gar nicht daran, »fertig« zu werden, -- mit dreißig Jahren ist man, im Sinne hoher Kultur, ein Anfänger, ein Kind."
(Friedrich Nietzsche)