Kopfnoten
oder Dienst nach Vorschrift

 

Kopfjagd,
das Erbeuten von Menschenköpfen, um das im Kopf vermutete Energiepotenzial einer anderen Person für sich nutzbar zu machen; bei Naturvölkern (Kopfjägern) verbreitet.

Kopfsauger
(Echeneiformes
, Discocephali), Ordnung der Knochenfische, bei denen die erste Rückenflosse zu einer lamellenförmigen Saugscheibe umgewandelt ist; mit ihr saugen sich die Kopfsauger an Haifischen, Thunfischen u.a. fest; sie entfernen auch Hautparasiten. Einzige Familie der Kopfsauger sind die Schiffshalter (Echeneidae) mit acht Arten.

(Der Brockhaus in Text und Bild Edition 2002) 




             (, 30.11.10)

üchten ist das ja "so 'ne Sache":

Man sollte also Gerüchte nicht glauben, aber doch auf sie hören, um (und sei's unberechtigte) Stimmungen mitzubekommen.

(Kriegen "die da oben" überhaupt noch was mit, oder sind sie dazu längst allzu abgeschottet?)


Jüngst habe ich um fünf Ecken ein ganz schreckliches Gerücht gehört:

weil in NRW-Schulen nunmehr die (pro Schüler sechs!) Bild Kopfnoten vorgeschrieben sind, hätte eine Schule

(natürlich ganz inoffiziell!)

beschlossen, auf sämtlichen Schülerzeugnissen vom Computer für die Kopfnoten automatisch Zweien einsetzen zu lassen - und höchstens in Ausnahmefällen Einsen oder Vieren zu vergeben.

(Wieso Fünfen, wo doch in den Augen eines potentiellen Arbeitgebers auch schon eine Vier unter den Kopfnoten vernichtend wäre?)

Die Begründungen dafür waren - natürlich! - höchst fadenscheinig:

  1. setze man voraus, dass SchülerInnen sich "gut" benähmen, und dieser Normalfall sei eben nicht sonderlich überlegens- und bemerkenswert;
  2. : wenn man (was ja durchaus sinnvoll sein könnte) auf den Zeugniskonferenzen über jedeN SchülerIn

    nur fünf Minuten sprechen würde, müsste das Kollegium drei Wochen lang jeden Nachmittag konferieren

(nun, dann hätten die faulen Lehrersücke mal ausnahmsweise nachmittags nicht frei).

Ich kann's nur nochmals betonen, dass ich über solch eine Arbeitshaltung bei LehrerInneN nichtmal mehr erstaunt und erschättert bin.


Wer sich ein wenig im Jargon auskennt (und gar nicht sonderlich überempfindlich ist), wird hinter der vordergründig windelweichen Sprache ("lässt verlauten", "weiter für Gespräche sorgen" ...) aus folgendem Zeitungsartikel allüberall panische Angst und Drohungen herauszuhören:

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(, 14.1.08)

Und diese Angst und Drohungen sind beim faulen und unfolgsamen Lehrergesindel auch gut so!

Nebenbei: der Spruch "ihr braucht vor mir doch keine Angst zu haben" ist entweder naiv oder zynisch. Dabei es sogar unerheblich, ob es objektiven Anlass für Angst gibt

("[...] dass so etwas auffliegen und die Schulaufsichtsbehörden auf den Plan rufen müsste [...]"),

sondern reicht es schon, wenn die Angesprochenen Angst empfinden.


Ansonsten bin ich gespannt, ob jetzt eine Klagewelle gegen schlechte Kopfnoten

(schlecht ist alles unter 1)

ausbrechen wird. Und klagen werden die Sozialratten "oben" in der Gesellschaft, nicht die Armen.

Und kurz drauf steht dann in der Zeitung:

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(, 24.12.07)


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(, 16.1.08)

"Auf der A1 Düsseldorf Richtung flaches Land kommt Ihnen ein Geisterfahrer entgegen."
"Einer? Hunderte!"


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... da waren's nur noch drei:

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(, 24.9.08)